„Ein Kind, das wir ermutigen, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit.
Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung.
Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt Freundschaft.
Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt, zu lieben und zu
umarmen und die Liebe dieser Welt zu empfangen.“
(Unbekannt)

Frühförderzentrum Much

 

Das Interdisziplinäre Frühförderzentrum gehört zum Zentrum für Entwicklungsförderung (ZfE) in St. Augustin. Dieses hat im Rhein-Sieg-Kreis mehrere Außenstellen. Wir sind das Team der Außenstelle in Much.

Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Kinder von einer frühen Förderung profitieren. Dies gilt vor allem, wenn sie in ihrer Entwicklung verzögert sind oder eine Behinderung haben, denn jedes Kind entwickelt sich anders.  Das Frühförderzentrum bietet diesen Kindern die Möglichkeit der Förderung in den ersten Lebensjahren bis zum Eintritt in die Schule. Unsere Förderangebote unterstützen die Kinder in der Entfaltung ihrer motorischen, geistigen, sensorischen, sozialen und sprachlichen Fähigkeiten und haben die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit zum Ziel.  Jede Maßnahme ist individuell auf das einzelne Kind und seine Familie zugeschnitten. Die Komplexität und Dynamik kindlicher Entwicklung erfordern auf Grund stetiger Veränderung sehr oft ein kooperatives Zusammenwirken verschiedener Disziplinen und in jeder Disziplin ein breit gefächertes, übergreifendes Fachwissen. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf medizinische oder psychologische Schwachstellen. Vielmehr fördern wir die Kinder in ihrer gesamten Persönlichkeit.

Gleichzeitig helfen wir, die Bedingungen des familiären und sozialen Umfeldes zu verbessern. Deshalb steht im Mittelpunkt unserer Entwicklungsförderung immer das Kind und seine Familie. Wir arbeiten interdisziplinär, ganzheitlich und familienorientiert, wobei jede Maßnahme individuell auf den speziellen Einzelfall zugeschnitten ist.

Die Komplexleistung setzt sich zusammen aus einer interdisziplinären Diagnostik und der sich anschließenden interdisziplinären Förderung. An der Diagnostik sind zwingend immer ein Arzt, ein Heilpädagoge und ein Therapeut (Ergotherapeut, Logopäde oder Physiotherapeut) beteiligt. Sie erstellen den individuellen Förder- und Behandlungsplan für das Kind, welcher mit den Eltern besprochen und dem zuweisenden Arzt übermittelt wird. In der Förderung arbeiten der Heilpädagoge und der Therapeut entsprechend der im Förder- und Behandlungsplan niedergelegten Ziele eng zusammen und setzen diese um. Der Plan sieht ebenso vor, welche Fachdisziplinen sich an der Förderung beteiligen.

In unserem Zentrum arbeiten Dipl. Psychologen, Dipl. Sozial- und Heilpädagogen, Motopäden, Krankengymnasten und Logopäden/ Sprachheilpädagogen, sowie Ergotherapeuten. Wir kooperieren mit den Ärzten des Sozialpädiatrischen Zentrums der Asklepios Kinderklinik St. Augustin und dem Marienhospital Bonn, sowie mit einigen therapeutischen Praxen. Die meisten unserer Mitarbeiter haben spezifische Zusatzqualifikationen, die sie für die Arbeit mit Klein- und Vorschulkindern besonders qualifizieren.

Im Förder- und Behandlungsplan wird von allen Beteiligten festgelegt in welchem Umfang d.h. Anzahl der Stunden, welche Disziplinen und Förderort, das jeweilige Kind zu fördern ist. Dann besteht noch die Möglichkeit einer Einzelförderung oder die Förderung in einer Gruppe festzulegen. Da unsere Familien hier sehr ländlich leben, gibt es immer wieder „Umstände“ warum die Förderung nicht in unserer Außenstelle stattfinden kann. Hier haben wir dann die Option   auszuweichen und mobil zu arbeiten, d.h. in die Familien zu fahren oder, was viel öfters vorkommt, in die jeweiligen Kindergärten.

Auch in dieser Einrichtung gibt es Kinder die durch unsere Außenstelle gefördert werden. Deshalb sind wir derzeit an drei Tagen in der Woche durch die unterschiedlichen Disziplinen hier vertreten.  Wir stellen immer wieder fest, das wir hier sowohl von den Mitarbeitern, Eltern, als auch von allen Kindern sehr  freundlich aufgenommen werden. Die Kinder kennen uns, sagen oft schon an der Tür ob eines zu fördernde Kind  da ist und fragen ob es stattdessen mitgehen können. Es finden Absprachen und ein Austausch mit den Erziehern statt. Denn die Kinder sollen ja so gefördert werden, dass es ihnen auch noch möglich ist, am Kindergartenalltag teilzunehmen. Es muss der jeweilige Tagesablauf berücksichtigt werden, ob nun Turnen, Waldtag, ein Angebot in der Gruppe oder ein Ausflug geplant ist. Das bedeutet konkrete Absprachen unter  allen Beteiligten und setzt ein hohes Maß an Flexibilität voraus. Dies gelingt in dieser Einrichtung schon seit Jahren sehr gut. Aus diesem Grunde freuen wir Mitarbeiter vom Förderzentrum uns weiterhin auf eine gute und Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern, Erziehern und natürlich den Kindern. Wenn sie Fragen haben, sprechen sie uns einfach an.

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